Hoodia Gordonii die hungerhemmende Kaktus
Immer wieder müssen wir als "moderne Europäer" feststellen, dass die Urvölker und -stämme in vielen Aspekten uns überlegen waren und sind. Die Buschmänner der Kalahariwüste haben den Hunger mit der einfachsten Methode besiegt, mit der Hoodia Gordonii welche von den Khoi-San Stämmen für ihr Hungerstillende Wirkung begehrt ist. Während der oft tagelange Jagd der Buschmänner kauten und kauen sie auf Hoodia Gordonii um ihren Hunger zu zügeln.
Doch es dauerte jahrhunderte bis der "weiße" Mann dahinter gekommen ist.
Die Neuentdeckung
Während des Angola-Krieges bemerkten die südafrikanischen Soldaten, dass die Buschmänner trotz schwachem Körper über längere Zeitabschnitte weder Essen noch Trank brauchten.
1996 unternahm das CSIR (Südafrikanischer Forschungsbeitrat für
Wissenschaft und Industrie) eine umfassende Untersuchung, welche zu
eine sensationelle Entdeckung führte. Die Hoodia Gordonii
aus der
Sukkulentenfamilie enthält eine Hungerstillende Substanz, welche die
Forscher "P57" nannten und patentierten.
Die Wirkung
In komperativen Experimenten wurde festgestellt, dass neun britischen übergewichtige Personen welche Hoodia Gordonii
Kapseln einnahmen durchschnittlich lediglich 2200 Kalorien pro Tag aufnahmen, dies obwohl sie beliebig viel essen durften. Um einen psychologischen Effekt auszuschließen wurden weiteren neun Personen ein Placebo gereicht. Diese nahmen im Schnitt 3200 Kalorien zu sich.
Die Vermarktung
1997 erwarb die britische Firma Phytopharm die Lizenz, diese Substanz zu entwickeln und zu vermarkten.
Pfizer erkannte das Potenzial von Hoodia Gordonii und übernahm die Rechte für "P57". Somit versprach sich die amerikanische Pharmaindustrie große Gewinne, da bekanntlich die USA-Bürger das übergewichtigste Volk der Welt ist. Dennoch gab Prizer die Rechte an "P57" wieder Phytopharm zurück, nachdem es die Abteilung für Naturprodukte geschlossen hatte.
Anteile für die Buschmänner
Da dis Buschmänner die eigentlichen Entdecker dieses Stoffes sind, setzte sich der "Terre des hommes"-Partner WIMSA (Arbeitsgruppe für einheimische Minderheiten im südlichen Afrika) für diese ein. Zusammen mit dem WIMSA-Menschenrechtsanwalt Roger Chenells, war es möglich diesen Urentdeckern der Hoodia Gordonii
6% der Gewinnanteile der "P57" auszuzahlen. Zusammen mit den regionalen San-Verbänden, das Südafrikanische Amt für Wissenschaft und Technologie und der WIMSA gründete die CSIR die "San Hoodia Treuhandgesellschaft.
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